Tradition und Brauchtum

Vitus-Montag

Vitus-Montag in den 1950er Jahren

Für Letter Tradition und Brauchtumspflege sind wohl die Vitus-Kirmes und der Pfingstkranz die besten Beispiele. Zwar sind die Zeiten, an denen am Vitus-Montag noch mit Vieh gehandelt wurde, längst vorbei. Nichts desto trotz hat sich der sogenannte Letter Nationalfeiertag einen Schuss Tradition bewahrt und ist alljährlich der Höhepunkt im Dorfgeschehen.

Erstmals erwähnt wurde das Fest im Jahr 1833 als wiederkehrender Viehmarkt, der jeweils um den 15. Juni, dem Gedenktag des Dorfpatrons Vitus, stattfindet. Später gesellte sich ein Rummel dazu und das Volksfest war perfekt.

Freunde der gepflegten Kirchenmusik kommen am Patronatsfest seit 1832 auf ihre Kosten. Noch heute stimmt man gern mit ein, wenn das Vituslied „Nicht um Perlen, nicht um Gold“ erklingt. Draußen hingegen ist die Musik der Karussells eher bunt gemischt und von weither zu hören. Ob Kinderkarussell, Auto-Scooter oder Raupe, gebrannte Mandeln oder Schießbude – nicht nur die Kinder erfreuen sich an der kleinen Dorfkirmes. Seit einigen Jahren gibt es zudem den Vitus-Lauf.

Freude herrscht in Lette aber längst nicht nur auf der Kirmes. Auch der Pfingstkranz sorgt für Kurzweil, wenn das Lied „O Buer, wat kost’ ju Hei“ erklingt.

Pfingstkranz

Pfingstkranz auf dem Schultenfeld in den 1970er Jahren

Bei diesem plattdeutschen Volkslied, bei dem singend der Hof- und Hausstand des Bauern zusammengestellt wird, tanzen die Kinder mit dem “Buer” im Reigen um den Pfingstkranz – ein Dreibein, das mit Tannengrün, Laternen und Fähnchen geschmückt ist. In Lette findet das Pfingstkranzfest gleich an zwei Orten statt: an der Mühle am Heidplatz und auf dem Schultenfeld.